DISS-Journal 28 erschienen

Die Ausgabe 28 der Institutszeitschrift des DISS ist erschienen. Wie immer können Sie das DISS-Journal kostenlos als PDF-Datei herunterladen:

Titel-DISS-Journal-28

Schwerpunktthema ist dieses mal:

Der NSU-Komplex

In Nordrhein-Westfalen ist der lange geforderte NSU-Untersuchungsausschuss
endlich eingesetzt. In München steht Beate Zschäpe weiter vor dem Oberlandesgericht.
In dieser Ausgabe beschäftigt sich NSU-Prozessbeobachter Friedrich Burschel
mit den Problemen des Münchener Prozesses im gesellschaftlichen
Kontext: Während journalistische Recherchen weiter brisante Informationen
ans Tageslicht bringen, nehmen die Richter*innen keinen direkten
Bezug auf diese medialen Enthüllungen – auch, wenn diese unmittelbar
Auswirkungen auf den Gegenstand haben.
Außerdem kontextualisiert Juliane Karakayali die Taten des NSU mit den
Debatten und Politiken um Migration in den 2000er Jahren. Sie fordert:
Eine Beschäftigung mit dem NSU-Kompex muss dafür Sorge tragen, die
gesellschaftlichen Bedingungen nicht zu historisieren. Bei aktuellen Übergriffen
und Morden an Migrant*innen verlaufe die Aufklärung gleichfalls
schleppend und Rassismus werde als Tatmotiv kaum berücksichtigt.

Aus dem Inhalt:

  • Migrations- und rassismuskritische Perspektiven auf den NSU-Komplex
    Von Juliane Karakayalý
  • Innen und Außen
    Probleme des Münchener NSU-Prozesses im gesellschaftlichen Kontext
    Von Friedrich Burschel
  • „Migrantenkinder“ und „Wir“
    Der erziehungswissenschaftliche Diskurs über den Nationalsozialismus als
    Lerngegenstand in der Einwanderungsgesellschaft*
    Von Rosa Fava
  • Antiziganismus in der „Mitte“ der Gesellschaft:
    Das Beispiel Thilo Sarrazin
    Von Michael Lausberg
  • Was ist neu an „neuer Migration“?
    Ein Werkstattbericht
    Von Katharina Schoenes und Hannah Schultes
  • Die Bio-Paranoia: Alle machen mit
    Von Rolf van Raden
  • Regierung des Fußballs?
    Interview mit Ulrich Brieler
  • „Sexualpädagogik als Praktik sexualisierter Gewalt“
    Der aktuelle Sexualpädagogikdiskurs am Beispiel der medialen Auseinandersetzungum das
    Fachbuch „Sexualpädagogik der Vielfalt“
    Von Maike Bunt und Marianne Brenner
  • Wider die Ökonomisierung des Bildungssystems
    Eine Rezension von Niels Brockmeyer
  • Der Problembär im deutschen Wald
    Eine Rezension von Rolf van Raden
  • Völkischer Nationalismus und Rechtspopulismus
    Thesen des AK Rechts im DISS (Helmut Kellershohn, Mark Haarfeldt, Michael Lausberg, Martin Dietzsch, Lenard Suermann.)
  • Gefällte Helden
    Von Martin Dietzsch
  • Antisemitische Kritik Israels?
    Ein Debattenbeitrag von Moshe Zuckermann
  • One Night in Hongkong…
    Eine kurze Begegnung mit „Occupy Central“ am 03.10.2014
    Von Iris und Robert Tonks
  • DISS-Projekt:
    Spurensuche.
    Zur Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma in Duisburg
  • DISS-Projekt:
    Expertise zu „What Comics can do“
  • Die Diskurswerkstatt entwickelt ein
    Workshop-Konzept zur Einführung in die
    Kritische Diskursanalyse (KDA)
    Von Isolde Aigner

 

 

 

DISS-Journal 27 erschienen

Die Ausgabe 27 der Institutszeitschrift des DISS ist erschienen. Wie immer können Sie das DISS-Journal kostenlos als PDF-Datei herunterladen.

Schwerpunktthema ist dieses mal:

Quo vadis, Ukraine?

Nach der Wahl von Petro Poroschenko zum Präsidenten hat sich die Lage in der Ukraine nicht beruhigt. Im Osten des Landes gehen Militäreinheiten gewaltsam gegen angebliche und tatsächliche Seperatisten vor. In Kiew fordert der ebenfalls neu gewählte Bürgermeister Vitali Klitschko die zum Teil paramilitarisch organisierten Maidan-Demonstrant*innen auf: Baut die Barrikaden ab, beendet die Proteste. Doch längst nicht alle wollen gehen. Der militante Rechte Sektor, für dessen Entwaffnung das Parlament eigentlich gestimmt hatte, ist weiterhin sichtbar an den Maidan-Protesten beteiligt und setzt die Ubergangsregierung unter Druck. In der Regierung selbst mischt die extrem rechte Swoboda-Partei kräftig mit. Im DISS-Journal-Schwerpunkt zur  Lage in der Ukraine richten wir unseren Blick auf die Organisation und den Einfluss der rechten Gruppen. Wir berichten von vor Ort aus der Westukraine und vom Maidan in Kiew.

Inhalt des DISS-Journals 27

Mark Haarfeld
Intervention von rechts in der Ukraine

Rolf van Raden
Tief im Westen der Ukraine

Rolf van Raden
Ukraine: Keine einfachen Antworten

Helmut Kellershohn
Turbulenzen im jungkonservativen Lager.
Die AfD als “Staubsauger” und “Kantenschere”?

Robin Heun
100 Jahre erster Weltkrieg – 40 Jahre diskursive Kämpfe um Kriegsdenkmäler

Michael Lausberg
Rassistische “Zigeunerpolitik” im Deutschen Kaiserrreich

Ismail Küpeli
Rassismus und Antiziganismus in Portugal

Felix Kronau
Radikaler Antisemitismus – Wo Luhmann und Adorno sich gute Nacht sagen

Siegfried Jäger
Im Namen der Freiheit
Ein kurzer Essay zu Albert Camus, Friedrich Nietzsche, Michael Foucault und Co

Wolfgang Kastrup / Helmut Kellershohn
“Metamorphosen des Kapitals”
Tino Heims grundlegende Arbeit zur Weiterentwicklung kritischer Gesellschaftstheorie

Wolfgang Kastrup
Zur Lage des Marxismus. Ein Tagungsbericht

Michael Lausberg
Aufgaben und Forschungsfelder der interkulturellen Philosophie

DISS
DISS-Studie zur rechten Stimmungsmache

Lexikonprojekt: Kampfbegriffe der extremen Rechten

Die PDF-Datei mit der gesamten Ausgabe finden Sie unter dem folgendem Link
http://www.diss-duisburg.de/download/dissjournal-dl/DISS-Journal-27-2014.pdf

DISS-Journal 26 erschienen

Die neue Ausgabe der Instituszeitschrift des DISS ist als PDF abrufbar:
http://www.diss-duisburg.de/download/dissjournal-dl/DISS-Journal-26-2013.pdf

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Wahrheit, welche Wahrheit?

Die Bundestagswahl ist seit einiger Zeit vorbei, eine neue Regierung gibt es noch nicht. Dafür aber eine neue Partei, die nur knapp den Einzug ins Parlament verfehlt hat. Dieses DISS-Journal wirft einen Blick auf europafeindliche und rechtspopulistische Organisierungsversuche, auf rassistische Stimmungen in Duisburg sowie auf kommunale Handlungsansätze gegen Rechts. Wir weisen außerdem darauf hin, dass die zeithistorische Forschung einen größeren Beitrag zur Erforschung der extremen Rechten leisten könnte.

Der DISS-Journal-Schwerpunkt „Demokratie und/oder Kapitalismus?“ beschäftigt sich mit der Vertrauenskrise der repräsentativen Demokratie im Hinblick auf die aktuellen demokratietheoretischen Debatten im Spannungsfeld zwischen autoritären und scheinbar liberalen Politikansätzen. Der Frage nach den Gestaltungsspielräumen einer Demokratisierung stellen sich die Beiträge zum neoliberalen Charakter, zum Paradox der Zeitoptimierung und zum Neoliberalismus. Dass es nicht so einfach ist mit der Wahrheit und einem ethisch begründeten Wahrsprechen, ist ebenfalls Thema dieser Ausgabe.

Inhalt:

  • Die Alternative für Deutschland – neue Kraft im rechten Lager?
    Ein Kommentar von Alexander Häusler
  • Der Bundestagswahlkampf der NPD 2013 im Kontext bürgerlicher Proteste
    Von Benjamin Kerst
  • „Wir sind Rheinhausen!“
    Versuch einer Topographie der rassistischen Stimmung gegen Zuwanderinnen und Zuwanderer in Duisburg
    Von Bente Gießelmann
  • Lokal Denken, lokal Handeln?
    Kommunale Handlungsansätze in der zivilgesellschaftlichen Intervention gegen Rechtsradikalismus
    Von Thomas Bürk
  • Alter Wein in neuen Schläuchen oder die Zementierung tradierter Stereotype
    Eine Rezension von Michael Lausberg
  •  „Die Ereignisse erinnern fatal an die rassistische Pogromstimmung von Anfang der1990er Jahre.“
    Presseerklärung des DISS
  • Demokratie und/oder Kapitalismus?
    Vorschläge aus der AG Demokratie des DISS, zur Diskussion gestellt
  • Repräsentative Demokratie in der Vertrauenskrise
    Von Helmut Kellershohn
  • Gibt es eine Demokratie ohne Kapitalismus?
    Von Wolfgang Kastrup
  • Welche diskurstheoretische Arbeitsperspektive bietet die Demokratiedebatte?
    Von Anton Meier
  • (Wie) kann kritische Wissenschaft für demokratische Politik von Nutzen sein?
    Zehn Thesen von Siegfried Jäger
  • Der Kongo, Lampedusa und die „Festung Europa“
    (K)eine Rezension zu David Van Reybrouck: Kongo
    Von Siegfried Jäger
  • Der neoliberale Charakter
    Ein Kommentar von Urich Brieler
  • „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“
    Das Paradox der Zeitoptimierung
    Von Niels Brockmeyer
  • Wie entfaltet sich die lokale Macht des Neoliberalismus?
    Versuch einer dispositivanalytischen Betrachtung
    Von Anton Meier
  • Im Dienst der neoliberalistischen Gouvernementalität
    Eine Rezension von Siegfried Jäger
  • Wer schreibt die Geschichte des Rechtsextremismus?
    Von Robin Heun
  • Mogelpackung „Deutsche Sprachwelt
    Die Plattform für alle, die Sprache lieben“
    Von Siegfried Jäger
  • Schlechte Parrhesia
    Der rechte Philosoph und die Wahrheit
    Ein kurze Betrachtung von Siegfried Jäger
  • Projekt „Spurensuche“
    Zur Verfolgungsgeschichte von Sinti und Roma in der Region NRW
    Von Martin Dietzsch

DISS-Journal 25 erschienen

DISS-Journal 25 (Juli 2013)

Die neue Ausgabe des DISS-Journal ist als PDF-Datei abrufbar.

titel-dissjournal25

 

Besen sind Geräte zum Saubermachen. Werden sie zum Symbol, können sie aber weitaus mehr. In der Walpurgisnacht fliegen die Hexen zum Blocksberg, um sich dort mit dem Teufel zu paaren. Wie man Vampire mit Kruzifix und Knoblauch in Schach halten kann, so konnte man „Zigeuner“ im Mittelalter mit dem Besensymbol abschrecken. Seit Monaten wird nun diskutiert, was mit den Neueinwanderer_innen geschehen soll, die man nicht mehr Zigeuner nennt, sondern wahlweise „Sinti und Roma“ oder „Bulgaren und Rumänen“. Dabei taucht auch der Besen wieder auf – gesehen in Duisburg-Hochfeld. Im Schwerpunkt des vorliegenden DISS-Journals geht es um antiziganistische Diskurse, Gegenstrategien und um Integrationskonzepte.

„DISS-Journal 25 erschienen“ weiterlesen

DISS-Journal 24 erschienen

Die 24. Aus­gabe unse­rer Zeit­schrift DISS-Journal ist erschie­nen. Sie kön­nen sie kos­ten­los als PDF-Datei her­un­ter­la­den: DISS-Journal 24

Abbildung: Titelseite DISS-Journal 24, Nov. 2012

 

Die Regierung umkämpfter Räume

Stehen wir am Beginn einer neuen Bewertung weltweiter Krisen, die das grundsätzliche
Problem aufwerfen, wie Menschen regiert werden wollen? Darauf weist nicht nur die
weltweite Finanzkrise hin, nicht nur der sogenannte Arabische Frühling und nicht
nur die Occupy-Bewegung. Umkämpfte Räume finden sich daneben in afrikanisch-postkolonialen
Ländern, in Südamerika, aber auch in Europa. In den Städten weltweit
rumort es. Es stellt sich die Frage, um was es eigentlich geht.

Der Schwerpunkt dieser Ausgabe umkreist das Problem der Regierung der
Bevölkerungen und der Kämpfe um die Art und Weise, sich gegen verschiedene
Formen der Regierung zur Wehr zu setzen. Meist mit neuen, gewaltlosen Formen des
Widerstandes und mit dem Ruf nach „wirklicher Demokratie“. Sind diese Proteste und
Rebellionen folgenlos, nur symbolisch und daher schwach und vergeblich, oder ändern
sie die Gesellschaten und die Menschen, die nicht mehr so wie bisher regiert werden
wollen? Die Auseinandersetzungen darüber sind voll im Gang und die Einschätzungen
keineswegs einheitlich.

Außerdem in diesem Heft: Rezensionen zum rechten Terror in Deutschland und
Vorstellungen neuer Publikationen aus der Edition DISS und der Edition Jüdische
Autoren.

 

Inhalt DISS-Journal 24 (November 2012)

  • Am Beginn einer großen krisenhaften Neueinschätzung des Problems der Regierung
    (Aus: Michel Foucault, Dits et Ecrits Schriten Band 4)
  • Nicht am grünen Tisch …
    Einige Bemerkungen zur Neuaulage der „Kritischen Diskursanalyse“
    Eine Einführung
    Von Siegfried Jäger
  • Der Fall Siala/Salame
    Niedersächsische Landtag soll noch vor den Landtagswahlen Stellung beziehen
  • Edition Deutsch-Jüdische Autoren des 19. Jahrhunderts

 

Neue Ausgabe des DISS-Journals

Die 23. Ausgabe unserer Zeitschrift DISS-Journal ist erschienen. Sie können sie kostenlos als PDF-Datei herunterladen.


 

Deutungskämpfe um den rechten Terror

Neue Köpfe an der Spitze der Geheimdienst- und Polizeibehörden: Um der Debatte über die Abschaffung des Verfassungsschutzes zu entgehen, setzt die Politik auf neues Personal in Führungspositionen der (Un)sicherheitsbehörden. Medien sprechen häufig über „Versäumnisse“, „Ermittlungspannen“ und „organisatorische Defizite“ beim Verfassungsschutz. Die aktive Rolle, die der deutsche Inlandsgeheimdienst nicht zuletzt durch Finanzierung von V-Leuten und weitere Kontakte in die rechte Szene spielt, wird dagegen weniger intensiv thematisiert.

Nicht nur das Bild des Verfassungsschutzes ist in den Medien umkämpft. Das DISS-Journal untersucht im Schwerpunkt dieser Ausgabe den Diskurs um Frauen im Rechtsextremismus am Beispiel der NSU-Berichterstattung in der Bild. Wir analysieren, wie die Neonazi-Szene selbst über den NSU spricht, und welche Auswirkungen die Enthüllungen auf die Debatte über ein mögliches NPD-Verbot haben. Wir rezensieren Literatur zum Thema und werfen außerdem einen Blick auf andere rechte Szenen in Europa. Außerdem in diesem Heft: Artikel zu den Themen soziale Gerechtigkeit, Demokratie sowie zum institutionellen Rassismus in der deutschen Flüchtlingspolitik.

 

Inhalt DISS-Journal 23 (2012)

  • Billigen – verschleiern – dichthalten. Rechte Verschwörungskonstruktionen: Wie die Szene über den NSU spricht. 2-5
    Von Martin Dietzsch
  • Beate Zschäpe in der Bild-Zeitung: Zwischen Nazi-Braut und Nazi-Killer. Der Diskurs um Frauen im Rechtsextremismus am Beispiel der NSU. 6-10
    Von Anna Oelhaf 
  • Die NPD-Verbotsdebatte. Perspektiven auf ein Parteiverbot in der Wissenschaft. 11-13
    Von Robin Heun 
  • Rezension: Markus Bernhardt, Das braune Netz. Naziterror – Hintergründe, Verharmloser, Förderer. 14-15
    Von Michael Lausberg 
  • Spontane Aufmärsche oder Großdemonstrationen. Zu einer Debatte innerhalb der extremen Rechten. 16-17
    Von Leroy Böthel 
  • Der „Wahre Finnen-Rechtspopulismus‘. 18-20
    Von Michael Lausberg 
  • Rezension: Die kultuRRevolution nördlich und südlich des Mittelmeers. Zum Themenheft der kultuRRevolution Nr. 61/62 2012. 21-23
    Von Jobst Paul 
  • Der Aufstand der ‚social non-movements’ und der gesellschaftlichen Linken gegen die Sparpolitik: Erste Bemerkungen zu den griechischen Wahlen im Jahr 2012. 24-25
    Von Vassilis S. Tsianos, Dimitris Parsanoglou & Pavlos Hatzopoulos 
  • Demokratie als Baustelle. Jungkonservative und neoliberale Visionen von einem plebiszitären Präsidialsystem. 26-28
    Von Helmut Kellershohn
  • Multiple Krisen im Kapitalismus. Rezension zu Alex Demirovic, Julia Dück, Florian Becker, Pauline Bader (Hrsg.): VielfachKrise. Im finanzmarktdominierten Kapitalismus. Hamburg : VSA 2011. 29-30
    Von Jens Zimmermann 
  • Krise des Kapitalismus und Suche nach Alternativen. Tagungsbericht. 31-32
    Von Wolfgang Kastrup
  • „Eine Theorie des kapitalistischen Staates muss die Metamorphosen ihres Gegenstandes kennen.“ Helmut Kellershohn erklärt, warum es sich lohnt, Poulantzas zu lesen. 33-34
    Von Helmut Kellershohn 
  • Sprung nach links? Zu den jüngsten Wendungen im FAZ-Feuilleton. 35-37
    Von Sebastian Friedrich
  • ,Recht auf die Stadt‘: Mehr Bewegung in der festgefahrenen Entwicklung Duisburgs? 38-43
    Von Niels Jansen und Björn Ochs 
  • Die Antisemitismusforschung kritisiert Initiativen – steht aber selbst mit leeren Händen da. ,Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft“ Tagung Berlin 26/27. Oktober 2011. 44-45
    Von Jobst Paul 
  • Anregungen und Gegenstrategien. Neue Publikationen des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit (IDA). 46-47
    Von Leroy Böthel 
  • Institutioneller Rassismus. Der Fall einer Hildesheimer Familie ist zum traurigen Symbol insbesondere der niedersächsischen Flüchtlingspolitik geworden. 48
  • Zum Umgang mit Flüchtlingskindern als Form eines Institutionellen Rassismus. Statement vom 23. Mai 2012. 49-51
    Von Heiko Kauffmann 
  • Schreiben vom 25. Januar 2012 an den Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen Herrn David McAllister, zum Fall der Hildesheimer Familie Ahmed Siala/Gazale Salame. 51
    Von Siegfried Jäger, Margarete Jäger und Jobst Paul 
  • Stellungnahme zur Einrichtung einer unabhängigen Expertinnenkommission Institutioneller Rassismus. 52-53
    Siegfried Jäger, Margarete Jäger, Jobst Paul 
  • Das Entwürdigende in Worte fassen. Zur kulturellen Dimension des Institutionellen Rassismus – am Beispiel des Unworts des Jahres 2011. 54-56
    Von Jobst Paul 
  • Erklärung der Jury der Aktion Unwort des Jahres vom 17. Januar 2012. 54
  • Diskurse in Bewegung(en). Rezension – Britta Baumgarten, / Peter Ullrich: Discourse, Power and Governmentality. Sodal Movement Research with and beyond Foucault, Discussion Paper SP-IV 2012-401, Social Science Research Center Berlin 2012. 57-58
    Von Jens Zimmermann
  • Gezeichneter Geist. Rezension: Ansgar Lorenz; Reiner Ruffing, Michel Foucault. Philosophie für Einsteiger. München : Fink 2012. 59-60
    Von Torsten Bewernitz
  • Konstruktionen für den Krieg? Rezension: Torsten Bewernitz, Konstruktionen für den Krieg. Die Darstellung von Nation und Geschlecht während des Kosovo-Konflikts 1999 in deutschen Printmedien. Münster: Westfälisches Dampfboot 2010. 61-62
    Von Andrea Nachtigall 
  • Kriegsdenkmäler als Lernorte friedenspädagogischer Arbeit. Projektbericht. 63
    Von Martin Dietzsch 
  • Wir haben noch viel vor! Ein Vierteljahrhundert Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung. 64

 

Druckfrisch: DISS-Journal 22 erschienen

Das DISS-Journal 22 ist erschienen – und hier kostenfrei als pdf-Datei herunterzuladen. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe trägt den Titel „Arabischer Frühling, westlicher Herbst?“:

Ein neues Protestlabel hat die Welt erobert: „Occupy!“ heißt es auf den Straßen von Sydney und Oakland bis Tel Aviv und Hongkong. Im Internet lassen sich die Proteste in Echtzeit verfolgen. Immer wieder berufen sich die europäischen, israelischen und US-amerikanischen Bewegungen auf den ‚arabischen Frühling‘. In dessen Ursprungsland, also Tunesien, hat die Bevölkerung nun ein knappes Jahr nach dem Beginn der Jasmin-Revolution eine verfassungsgebende Versammlung gewählt – und dabei auch religiös-konservative Politikansätze gestärkt.

Was haben die westlichen Protestbewegungen mit den demokratischen und sozialen Aufständen in der arabischen Welt zu tun? Hängen sie überhaupt zusammen? Auf welche Werte berufen sich die Aktiven jeweils, und welche Begründungstraditionen werden thematisiert? Welche Tendenzen sind zu erkennen und wie könnte es weitergehen? Diesen Fragen widmet sich unser Schwerpunkt.

 

Die Artikel im Einzelnen:

 

DISS-Journal Schwerpunkt: Arabischer Frühling, europäischer Herbst?

 

 

Das DISS-Journal 22 komplett als pdf-Datei.

 

DISS-Journal 21 erschienen

Titelseite DISS-Journal 21

Das DISS-Journal 21 (Juni 2011) ist erschienen und als PDF-Datei abrufbar.

 

Inhalt:

Historische Zeitenwende in der arabischen Welt
Moshe Zuckermann

Diskursiver Notstand
Über „Die Panikmacher“ von Patrick Bahners und die Reaktionen
John Lütten

Die Kritik an Sarrazin:
Berechtigt und dennoch im Kern daneben!
Siegfried Jäger

Die eliminatorische Funktion von Rassismus
Sebastian Friedrich

Antimuslimischer Rassismus in Österreich
Michael Lausberg

„Jetzt erst Recht(e) für Flüchtlingskinder“
Bundesweite Kampagne fordert volle Umsetzung der Kinderrechte
Heiko Kauffmann

Auf ins Ungewisse:
Jenseits von Glauben, Wissen und Wahrheit
Einige Überlegungen zu den wissenschaftlichen Grundlagen der Möglichkeiten von Kritik bei der Kritischen Diskursanalyse und überhaupt.
Ein befragender Essay
Siegfried Jäger

Vollständigkeit
Interessierte Anfrage zur Kritischen Diskursanalyse
Lars Allolio-Näcke hat eine „Bestandsaufnahme“ diskursanalytischer Ansätze geschrieben und sich dabei über das Konzept der „Vollständigkeit“ ausgelassen, zumindest ein wenig
Siegfried Jäger

Die Kritische Diskursanalyse und die Bilder
Methodologische und methodische Überlegungen zu einer Erweiterung der Werkzeugkiste
Sebastian Friedrich und Margarete Jäger

Biomacht und Biopolitik
Siegfried Jäger

Sichtbarkeitsregime
Siegfried Jäger

Seid Subjekte!
‚Psychopolitik‘, Profiling und Beratung als Regierungsweisen betrachtet. Sammelrezension
Niels Spilker

„Öffentlichkeit entsteht, wenn der Konsens zusammenbricht“
Silke Wagner über politische Kunst und Repression

Die Soldaten
Die Realität des Kriegs und die Methoden der Wissenschaft
Jobst Paul

Landesregierung und Stifterverband unterstützen verstärkten Dialog zwischen Judentum und Öffentlichkeit
Pressemitteilung zum Symposium „Deutsch-jüdische Autoren im 19. Jahrhundert. Schriften zu Staat, Nation, Gesellschaft“ am 21.02.2011 in der Alten Synagoge in Essen

Parlamentarismus, Demokratie und Antisemitismus:
Neue Perspektiven zwischen Politikwissenschaft und Jewish Studies
Matthias Falter und Saskia Stachowitsch

Oszillierende Befindlichkeiten
„Antisemit! – Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument“
John Lütten

„Autonome Nationalisten“:
Kulturell-ästhetische Modernisierungen des Neonazismus
Regina Wamper

Die WAZ, die Juden und das Christentum
Das Wunder von Essen

 

 

DJ20: Edition Deutsch-Jüdische Autoren des 19. Jahrhunderts

DISS und Steinheim-Institut
Deutsch-Jüdische Autoren des 19. Jahrhunderts zu Staat, Nation, Gesellschaft

Autor: Jobst Paul

Für die Edition Deutsch-Jüdische Autoren des 19. Jahrhunderts. Schriften zu Staat, Nation, Gesellschaft (im Böhlau-Verlag, Köln) konnten nun die endgültigen Zusagen wichtiger Herausgeber und Herausgeberinnen gewonnen werden. So wird Frau Uta Lohmann, Hamburg, einige zentrale, bisher aber kaum zugängliche Schriften des Berliner Aufklärers David Friedländer (1750-1834) edieren. Besonders bekannt wurde Friedländer durch sein (zunächst anonymes) Sendschreiben von einigen Hausvätern jüdischer Religion an den protestantischen Theologen Wilhelm Abraham Teller. Darin deutete Friedländer eine Form der „Glaubensvereinigung“ des Protestantismus und des Judentums an, was ihm heftige Kritik einbrachte. Frau Lohmann ist Judaistin und Germanistin und promoviert derzeit über David Friedländer und dessen Konzept von Bildung und bürgerlicher Gesellschaft.

PD Dr. Andreas Brämer, stellvertretender Direktor am Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ), wird darüber hinaus den Band: Ausgewählte Werke von Ludwig Philippson (1811-1889) betreuen. Philippson kann als einer der vielseitigsten deutsch-jüdischen Autoren und als wichtiger Sprecher des deutschen Judentums des 19. Jahrhunderts gelten. Neben vielem anderen veröffentlichte er theologische Werke, aber auch Sammlungen von politischen Kommentaren. Seine Schrift Die Religion der Gesellschaft und die Entwickelung der Menschheit zu ihr, dargestellt in zehn Vorlesungen (1848) skizziert, wie in einem Sozialwesen das Ethos der Gleichheit realisiert werden kann. Soeben publizierte Dr. Brämer den Band Deutsch-jüdische Geschichte ‚von innen’. Kontinuität und Wandel in den jüdischen Gemeinden und Institutionen (1800–1914).

Derweil ist der erste Band der Anthologie Schriften zur Jüdischen Sozialethik im Druck. Unter dem Titel Gotteserkenntnis und Menschenbild umreißen darin deutsch-jüdische (aber auch zwei amerikanische) Autoren des 19. Jahrhunderts in insgesamt 29 Einzelbeiträgen die Grundlagen der jüdischen Lehre von der menschlichen Gleichheit. Weitere Bänder zur Nächstenliebe, zur sozialen und ökonomischen Gerechtigkeit und zum Verhältnis von Staat und Religion sollen folgen. Den Abschluss bildet ein Band, in dem es um den jüdischen Universalismus und Messianismus gehen soll.

Die­ser Arti­kel stammt aus der Aus­gabe 20 des DISS-Journal, die im November 2010 erschien. Hier fin­den Sie das kom­plette DISS-Journal 20 als PDF-Datei.

DJ20: Diskursanalyse und Politikwissenschaft

Methodologische Anmerkungen zu einem schwierigen Verhältnis

Autor: Jens Zimmermann

Qualitative Methoden haben es in der deutschen Politikwissenschaft traditionell schwer. Zumindest in der empirischen Politikforschung liegt der Fokus meist und gerne auf quantitativer Wahl- und Umfrageforschung. Dafür gibt es mehrere Gründe. Nur wenige politikwissenschaftliche Forschungsarbeiten integrieren eine explizit methodologisch und theoretisch reflektierte Perspektive auf ihren Gegenstand (vgl. Kittel 2009 und Nullmeier 2006, 287).

Darüber hinaus hat eine Rezeption von Theorien im Kontext des „DJ20: Diskursanalyse und Politikwissenschaft“ weiterlesen