DISS-Jahreskolloquium 2012

Umkämpfte Räume
Neoliberale und extrem rechte Konzepte von Hegemonie und Expansion

16.11. – 18.11.2012 in der Akademie Frankenwarte in Würzburg

Der Blick richtet sich zum einen auf urbane Räume: Eine Stadtentwicklungspolitik, die sich seit vielen Jahren dem Modell der „unternehmerischen“ Stadt verschreibt, hat enorme soziale Umbrüche und einen gewaltigen Veränderungsdruck hervorgebracht. Städtische Bevölkerungen rücken soziokulturell und räumlich immer weiter auseinander. Hier knüpfen extrem rechte Konzepte und Strategien der ‚Raumergreifung‘ an, und es verwundert nicht, dass einige strukturgeschwächte Regionen des Ruhrgebiets in deren Visier geraten sind. Zum anderen wird der Frage nachgegangen, ob die derzeitige Krise des Euroraumes hegemoniale Diskurse in der deutschen Politik angestoßen hat, die wiederum von extremen Rechten genutzt werden, um eine Rückkehr zum traditionellen Nationalstaat zu fordern.

Christina Kaindl
Die neoliberale Revolution und die extreme Rechte

Anne Vogelpohl
Die „unternehmerische Stadt“ und das „Recht auf Stadt“

Uta Döring
Zonen der Angst – rechtsdominierte Orte

Yves Müller, Benjamin Winkler
Raumergreifungsprojekte von rechts und der antifaschistische Widerstand

Volker Weiß, Eiko Grimberg
Casa Pound. Ein faschistisches Kulturprojekt in Italien

Jan Helmig
Von der klassischen Geopolitik zur kritischen Geopolitik

Steffen Lehndorff
Neoliberale Austeritätspolitik als deutsches hegemoniales Konzept in der Euro-Krise

Fabian Virchow
Geopolitische Konzepte der Extremen Rechten heute

Thomas Wagner
Demokratie als Mogelpackung. Rechte Visionen von einem plebiszitären Präsidialsystem

 

DISS Workshop 29.9.2012

 

DISS Workshop 29. September 2012
Autoritärer Etatismus und extreme Rechte

Tagungsort: Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, Siegstraße 15, 47051 Duisburg
Zeit: Samstag, 29.09.2009 / 15.00 Uhr – 19.00 Uhr

Nicos Poulantzas’ Staatstheorie ist ein origineller und wichtiger Beitrag zur Theorie des Staates und zur Analyse des kapitalistischen Staates. Insbesondere seine Thesen zum Autoritären Etatismus, obwohl 30 Jahre zurückliegend, sind von großer Bedeutung für die Analyse der aktuellen Veränderungen bürgerlicher Demokratie. Inwieweit auch die Erforschung der extremen Rechten davon profitieren kann, ist eine Fragestellung des Workshops.

Programm

15.00 Uhr Begrüßung

15.15 – 16.00 Wolfgang Kastrup:
Kurze Einführung in Leben und Werk von Nicos Poulantzas

16.00 – 17.30 Stephan Adolphs / Serhat Karakayali:
Das Konzept des Autoritären Etatismus bei Nicos Poulantzas.
Darstellung, Kritik und weiterführende Fragestellungen

17.30 – 18.00 Pause

18.00 – 19.00 Diskussion:
Lässt sich das Konzept des Autoritären Etatismus für die Erforschung der extremen Rechten fruchtbar machen?

19.00 Abendessen

 

Zu den Referenten: Stephan Adolphs und Serhat Karakayali arbeiten am Institut für Soziologie der Universität Halle-Wittenberg. Wolfgang Kastrup ist Mitarbeiter des DISS.

Eine kurze Information über Leben und Werk von Nicos Polantzas finden Sie im Wikipedia-Artikel unter http://de.wikipedia.org/wiki/Nicos_Poulantzas
Lesen Sie bitte auch den Artikel von John Kannankulam:
Autoritärer Etatismus und Populismus der Neuen Mitte

Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist begrenzt. Wir bitten um eine frühzeitige verbindliche Anmeldung. Kontakt: m.dietzsch@diss-duisburg.de

 

 

Veranstaltungshinweis: Wissenschaftsmesse

Unter dem Motto „Wissenswelten – regional verankert – global vernetzt“ findet 15. Juli 2011 die erste internationale Wissenschaftsmesse des Wissenschaftsforums Ruhr statt. Dort werden sich mehr als 40 Forschungsinstitute aus der Region präsentieren, unter anderem auch das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS).

Termin:
Freitag, 15. Juli 2011, 14.30 Uhr bis Mitternacht, in der Dortmunder DASA Arbeitswelt Ausstellung

Nähere Informationen finden Sie auf der Seite des Wissenschaftsforums Ruhr und im Programmflyer (PDF-Datei).