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Evaluation: „Born to be me — Für Vielfalt und Demokratie“

 
 

Auto­rin: Iris Tonks

Das DISS führt im Auf­trag der Fach­hoch­schule Düs­sel­dorf FB Sozial– und Kul­tur­wis­sen­schaf­ten For­schungs­schwer­punkt Rechts­ex­tre­mis­mus und Neo­na­zis­mus eine Eva­lua­tion des Xenos-Projektes „Born to be me“ durch. Das Pro­jekt ist im Rhein­kreis Neuss ange­legt, wo es eine hohe Anzahl an jugend­li­chen Arbeits­lo­sen gibt. Viele von ihnen haben kei­nen Schul­ab­schluss. An dem Pro­jekt sind ver­schie­dene Schu­len betei­ligt. Der Anteil der Jugend­li­chen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund liegt bei 40–50%. Die Jugend­li­chen kom­men zum gro­ßen Teil aus sozial benach­tei­lig­ten Fami­lien und wün­schen sich einen Schul­ab­schluss und einen Aus­bil­dungs­platz. Hier­für sind die Bedin­gun­gen zur­zeit erschwert. Es fand bis­her eine unzu­rei­chende För­de­rung statt, Defi­zite fin­den sich vor allem im sprach­li­chen und mathe­ma­ti­schen Bereich sowie bei den sozia­len Kom­pe­ten­zen. Außer­dem feh­len Kennt­nisse und Stra­te­gien zur Berufs­wahl und zu Bewer­bungs­ver­fah­ren. Da hier mit „nor­ma­lem“ schu­li­schen Unter­richt kaum Abhilfe geschaf­fen wer­den kann, sol­len Leh­rer und Leh­re­rin­nen unter­stützt wer­den, um mit neuen Ansät­zen und Metho­den sowie durch Koope­ra­tion mit außer­schu­li­schen Ein­rich­tun­gen diese Jugend­li­chen bes­ser moti­vie­ren, för­dern und qua­li­fi­zie­ren zu kön­nen. Außer­dem soll die Koope­ra­tion zwi­schen Jugendhilfe/ Jugend­för­de­rung und Schule aus­ge­baut werden.

Ziel der Eva­lua­tion ist die Über­prü­fung von Effek­ten und Wir­kun­gen des Pro­jek­tes, ins­be­son­dere die Kon­trolle der Ziel­er­rei­chung (Erfolgs­kon­trolle). Diese wird gemes­sen an den Ergeb­nis­sen der Bestands­auf­nahme zu Beginn des Pro­jek­tes, der Ziel­kon­zep­tion dem Arbeits­pro­gramm sowie der Bestands­auf­nahme zum Pro­jek­tende. Hier­bei soll über­prüft wer­den, ob und wel­che Ziele erreicht wur­den (Effek­ti­vi­tät), ob die ein­ge­setz­ten Instru­mente und Metho­den im Hin­blick auf die zu errei­chen­den Ziele geeig­net sind (Ziel­kon­for­mi­tät) und ob die Mit­tel dem Zweck ange­mes­sen sind (Effizienz).

Die Eva­lua­tion ist dis­kurs­ana­ly­tisch ange­legt und berück­sich­tigt auch die gesell­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen des Projektes.

Es fin­det eine Befra­gung der am Pro­jekt teil­neh­men­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler sowie der Lehr­kräfte statt. Dies erfolgt durch einen spe­zi­ell auf die Pro­jekt­ziele hin aus­ge­ar­bei­te­ten Fra­ge­bo­gen. Des wei­te­ren wer­den leit­fra­gen­ge­stützte Inter­views mit Schü­le­rin­nen, Schü­lern, Lehr­kräf­ten sowie Mul­ti­pli­ka­to­ren und Mul­ti­pli­ka­to­rin­nen der Jugendförderung/Jugendberufshilfe geführt und analysiert.

Außer­dem wer­den Pro­jekt­teile durch beob­ach­tende Teil­nahme erfasst, die anschlie­ßend qua­li­ta­tiv aus­ge­wer­tet wird. Die beob­ach­tende Teil­nahme bezieht sich eben­falls auf Prä­sen­ta­tio­nen (Mei­len­steine) sowie Lehrerkonferenzen/ Tagungen/ Mul­ti­pli­ka­to­ren­schu­lun­gen. In monat­li­chen Sit­zun­gen der Steue­rungs­gruppe wer­den die Teil­er­geb­nisse an die Pro­jekt­lei­tung wei­ter­ge­ge­ben. Die Aus­wer­tun­gen der Pro­jekt­teile fin­den Ein­gang in den Zwi­schen– und Abschluss­be­richt. Hier­bei wird ein beson­de­res Augen­merk auf die Siche­rung der Nach­hal­tig­keit der Pro­jekt­er­geb­nisse gelegt.

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