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EuroPhantasien (1995) als e-book

Der lange ver­grif­fene Band  Euro­Phan­ta­sien von Irm­gard Pinn und Mar­lies Weh­ner aus dem Jahr 1995 ist jetzt als e-book in unse­rem Text­ar­chiv abruf­bar (Kli­cken Sie bitte auf die Abbil­dung des Covers).

Irm­gard Pinn und Mar­lies Weh­ner
Euro­Phan­ta­sien
Die isla­mi­sche Frau aus west­li­cher Sicht

Elek­tro­ni­sche Fas­sung, erstellt im Juli 2010
Copy­right 1995/2010: DISS

Aus dem Vor­wort der Auto­rin­nen (1995):

Das west­li­che Bild der Mus­li­min basiert wesent­lich auf Pro­jek­tio­nen »abend­län­di­scher« Werte und Gefühle. Es ist Bestand­teil eines Gegen­ent­wur­fes zur »euro­päi­schen Zivi­li­sa­tion« und dient in ers­ter Linie der Kon­sti­tu­tion und Sta­bi­li­sie­rung einer deut­schen bzw. »abend­län­di­schen« Iden­ti­tät. Uns geht es im fol­gen­den weni­ger darum – und das sei vorab beson­ders betont –, wie es in isla­mi­schen Län­dern nun wirk­lich zugeht oder was wirk­lich im Koran über die Frau gesagt wird. Unser Anlie­gen ist es viel­mehr, Kli­schee­bil­der und deren Kon­struk­ti­ons– und Repro­duk­ti­ons­prin­zi­pien auf­zu­zei­gen sowie die Dis­kus­sion dar­über anzu­re­gen, wie Mecha­nis­men der Aus­gren­zung auch in pro­gres­si­ven, lin­ken, femi­nis­ti­schen, inter­na­tio­na­lis­ti­schen Krei­sen wir­ken, wel­che Funk­tion sie haben und wie der­ar­tige Denk– und Hand­lungs­blo­cka­den über­wun­den wer­den könnten.“

Der lange ver­grif­fene Band Euro­Phan­ta­sien von Irm­gard Pinn und Mar­lies Weh­ner aus dem Jahr 1995 ist jetzt als e-book in unse­rem Text­ar­chiv abrufbar.

DISS-Journal 19 erschienen

DISS-Journal 19 — Juni 2010

Hier fin­den Sie das kom­plette DISS-Journal 19 als PDF-Datei (8 MB)

Aus dem Inhalt:

Trans­pa­renz und Umge­stal­tung
Die recht­li­che Auto­no­mie der katho­li­schen Kir­che ist unhalt­bar gewor­den
(Jobst Paul)

Well­ness­dis­kurs und neo­li­be­rale Ratio­na­li­tät
All­tags­be­wäl­ti­gung im Zeit­al­ter neo­li­be­ra­ler Ratio­na­li­tät
(Daniel Alings, Jonas Barth, Mathis Eckel­mann, Imo­gen Feld, Phil­ipp Höfe­ner, Mar­tin Hüne­mann, David Kowal­ski und Marina Mohr)

Das Wahr­heits­re­gime pre­kä­rer Ver­hält­nisse
(Niels Spilker)

Are­nen der Iden­ti­tät
Fuß­ball­kul­tur und Ras­sis­mus
(Jens Zimmermann)

Die „Irrun­gen“ eines „Fehl­ge­lei­te­ten“
Der His­to­ri­ker Theo­dor Schie­der und der Natio­nal­so­zia­lis­mus
(Michael Lausberg)

Einer der letz­ten NS-Verbrecher-Prozesse in Deutsch­land
(Regina Wamper)

Exit(us)-Strategie“ in Afgha­nis­tan?
Unser Appell wird täg­lich aktu­el­ler!
(Jür­gen Link)

Kosovo – war da was? Ist da was?
(Eck­art Spoo)

Leben in Viel­falt:
Für eine Poli­tik der Hoff­nung ohne Angst
Ein Mani­fest für ein ande­res Europa

Absage an die Poli­tik der Angst — Inter­view mit Teun A. van Dijk

medico inter­na­tio­nal
Hilfe, die auf Ver­än­de­rung drängt
Inter­view mit Tho­mas Gebauer

Rezen­sio­nen

Ein­bli­cke. Fou­cault­sche und sprach­wis­sen­schaft­li­che Dis­kurs­ana­lyse
(Sieg­fried Jäger)


Vorankündigung: Rechte Diskurspiraterien

Vor­raus­sicht­lich im Okto­ber 2010 erscheint in der Edi­tion DISS im Unrast-Verlag der Band:

Mar­tin Diet­zsch / Hel­mut Kel­ler­s­hohn / Regina Wam­per (Hg.)
Rechte Dis­kurspi­ra­te­rien
Stra­te­gien der Aneig­nung lin­ker Codes, Sym­bole und Aktionsformen

ISBN: 978–3-89771–757-2
ca. 250 Sei­ten, ca. 20 Euro

In den letz­ten Jah­ren ist ein ver­stärk­tes Bemü­hen auf Sei­ten der extre­men Rech­ten zu beob­ach­ten, The­men, poli­ti­sche Stra­te­gien, Akti­ons­for­men und ästhe­ti­sche Aus­drucks­mit­tel lin­ker Bewe­gun­gen zu adap­tie­ren und für ihren Kampf um die kul­tu­relle Hege­mo­nie zu nut­zen. Dabei han­delt es sich kei­nes­wegs mehr nur um ein Ste­cken­pferd der intel­lek­tu­el­len Neuen Rech­ten, viel­mehr wird dies auch von NPD und mili­tan­ten Neo­na­zis prak­ti­ziert. Im Resul­tat hat sich die extreme Rechte eine Band­breite kul­tu­rel­ler und ästhe­ti­scher Aus­drucks­for­men ange­eig­net, indem sie sich am ver­hass­ten ‚Vor­bild’ der Lin­ken abge­ar­bei­tet hat. Man könnte auch sagen: Um über­zeu­gen­der zu wir­ken, hat sie kul­tu­relle Prak­ti­ken und Poli­tik­for­men der Lin­ken ‚ent­wen­det’ – aller­dings nicht, ohne sie mit den eige­nen Tra­di­tio­nen zu ver­mit­teln.
Sol­che Phä­no­mene sind kei­nes­wegs neu. Auch der Natio­nal­so­zia­lis­mus bediente sich der Codes und Ästhe­ti­ken poli­ti­scher Geg­ner und suchte Deu­tungs­kämpfe gerade ver­stärkt in die The­men­fel­der zu tra­gen, die als tra­di­tio­nell links besetzt gal­ten. Auch in den 1970er Jah­ren waren sol­che Stra­te­gien vor­han­den. Es stellt sich die Frage, warum und in wel­cher Form diese Dis­kurspi­ra­te­rien heute wie­der ver­stärkt auftreten.

Aus dem Inhalt:

Hel­mut Kel­ler­s­hohn / Mar­tin Diet­zsch
Aktu­elle Stra­te­gien der extre­men Rech­ten in Deutschland

Sabine Kebir
Gramscis­mus von rechts?

Vol­ker Weiss
Sozia­lis­mus­be­griff bei Moel­ler van den Bruck und Oswald Spengler

Volk­mar Woelk
Stras­se­ris­mus und Nationalbolschewismus

Renate Bitzan
Femi­nis­mus von rechts?

Richard Geb­hardt
Völ­ki­scher Antikapitalismus

Fabian Vir­chow
Antikriegs-Rhetorik von rechts

Hel­mut Kel­ler­s­hohn
Das Insti­tut für Staats­po­li­tik und die Konservativ-subversive Aktion

Lenard Suer­man
Auto­nome Nationalisten

Regina Wam­per / Britta Michel­kens
Gegenstrategien

Jens Zim­mer­mann
Kri­tik des Rechtsextremismusbegriffs

Neuerscheinung: Lexikon Kritische Diskursanalyse

Der neuste Band in der Edi­tion DISS im Unrast Ver­lag ist ab sofort lieferbar:

Sieg­fried Jäger / Jens Zim­mer­mann (Hg.) in Zusam­men­ar­beit mit der Dis­kurs­werk­statt im DISS
Lexi­kon Kri­ti­sche Dis­kurs­ana­lyse
Eine Werk­zeug­kiste

ISBN: 978–3-89771–755-8
Aus­stat­tung: br., 144 Sei­ten
Preis: 16.00 Euro
Edi­tion DISS Band: 26

Das Lexi­kon Kri­ti­sche Dis­kurs­ana­lyse führt mit annä­hernd zwei­hun­dert Begrif­fen in die theo­re­ti­schen und metho­di­schen Grund­la­gen der Kri­ti­schen Dis­kurs­ana­lyse (KDA) ein. Dar­über hin­aus will diese „Gemein­schafts­ar­beit“ der Dis­kurs­werk­statt auch zen­trale Gedan­ken­gänge dis­kurs­ana­ly­ti­schen und dis­kurs­theo­re­ti­schen Arbei­tens ver­mit­teln. Ein­ge­lei­tet wird der hun­dert­sei­tige Lexi­ko­n­ap­pa­rat durch einen Ein­füh­rungs­auf­satz, der das begriff­li­che Netz der KDA ent­fal­tet und so die Ein­ord­nung der Lexi­kon­ar­ti­kel in den theo­re­ti­schen Gesamt­kon­text erleich­tert. Es kann somit kom­ple­men­tär zur „Kri­ti­schen Dis­kurs­ana­lyse. Eine Ein­füh­rung“ gele­sen wer­den und so ein tie­fe­res Ver­ständ­nis der Theo­rie­ar­chi­tek­tur und des metho­di­schen Vor­ge­hens ermög­li­chen.
Das Lexi­kon rich­tet sich neben Stu­den­tIn­nen und Leh­ren­den an „poli­tisch Prak­ti­zie­rende“ und ver­sucht, für dis­kurs­ana­ly­ti­sche Per­spek­ti­ven auf Poli­tik zu sen­si­bi­li­sie­ren. Die KDA stellt dabei das Rüst­zeug zur Ana­lyse gesell­schaft­li­cher Kon­struk­tio­nen wie z.B. „Gen­der“ oder „Eth­nie“ sowie hege­mo­nia­ler Iden­ti­tä­ten und Poli­tik­for­men zur Ver­fü­gung. Durch das auf diese Weise gewon­nene Ver­ständ­nis dis­kur­si­ver Pro­zesse kön­nen poli­ti­sche Akti­ons– und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men offen­ge­legt und — wo es Not tut — kri­ti­siert wer­den. Als ange­wandte Dis­kurs­theo­rie kann Dis­kurs­ana­lyse sich inter­dis­zi­pli­när kri­tisch mit gesell­schaft­li­chen Deu­tungs– und Wirk­lich­keits­pro­duk­tio­nen aus­ein­an­der­set­zen und es ermög­li­chen, Gegen­stra­te­gien zu hege­mo­nia­ler Poli­tik zu formulieren.

Netzfundstück: Deutschlandradio

Der Rund­funk­sen­der „Deutsch­land­ra­dio Kul­tur“ sen­dete am 8.3.2010 in sei­ner Reihe „Zeit­fra­gen“ einen Bei­trag von Katja Bigalke: Poli­tisch kor­rekt abge­fer­tigt — Was man in Deutsch­land sagen darf. In die­sem Bei­trag sind auch meh­rere kurze State­ments unse­rer Mit­ar­bei­te­rin Mar­ga­rete Jäger enthalten.

Das Sen­de­ma­nu­skript fin­den Sie HIER als PDF-Datei

Den Mit­schnitt der Sen­dung kön­nen Sie HIER als mp3-Datei abrufen.

Diskurswerkstatt in Rom

Der Sprach­wis­sen­schaft­ler Jörg Senf bie­tet an der römi­schen Uni­ver­si­tät „Sapi­enca“ eine Dis­kurs­werk­statt nach dem Mus­ter der Dis­kurs­werk­statt im DISS an. Nach einer Ein­füh­rung in die Kri­ti­sche Dis­kurs­ana­lyse (KDA) sol­len die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer eigene kleine Dis­kurs­ana­ly­sen zu bri­san­ten The­men durchführen.

Ort: Uni „Sapi­enza“, Rom, Fakul­taet „Sci­enze poli­ti­che“, Fach­be­reich „Lingue per le poli­ti­che pubb­li­che“, Hoer­saal C
Zeit: 4. Maerz — 27. Mai, jeden Don­ners­tag 17.30 –19.00 Uhr

Neue Web-Adresse des DISSkursiv Blogs

Der Web­log DISSkur­siv des Duis­bur­ger Insti­tuts für Sprach– und Sozi­al­for­schung hat ab sofort eine neue Web-Adresse:

http://www.disskursiv.de/

Bitte aktua­li­sie­ren Sie Ihre Book­marks und Links.

Evaluation: „Born to be me — Für Vielfalt und Demokratie“

Auto­rin: Iris Tonks

Das DISS führt im Auf­trag der Fach­hoch­schule Düs­sel­dorf FB Sozial– und Kul­tur­wis­sen­schaf­ten For­schungs­schwer­punkt Rechts­ex­tre­mis­mus und Neo­na­zis­mus eine Eva­lua­tion des Xenos-Projektes „Born to be me“ durch. ‚Eva­lua­tion: „Born to be me — Für Viel­falt und Demo­kra­tie“’ weiterlesen …

Presseecho: „Visionen der gerechten Gesellschaft“

Die Duis­bur­ger Lokal­aus­gabe der Rhei­ni­schen Post berich­tete am 29.1.2010  über die Buch­vor­stel­lung des ers­ten Ban­des in der Reihe „Visio­nen der gerech­ten Gesellschaft“.

Unter dem Titel „Visio­nen der gerech­ten Gesell­schaft“ (Böhlau-Verlag, 200 Sei­ten, 24,90 Euro) ist nun der erste Band die­ser Reihe erschie­nen, dem 13 Bände fol­gen sol­len. Mit­ar­bei­ter der bei­den Duis­bur­ger Insti­tute haben Hun­derte Publi­ka­tio­nen, vom Auf­satz bis zum 300-Seiten-Buch, in deut­schen, israe­li­schen und US-amerikanischen Biblio­the­ken aus­ge­wer­tet. Ziel der Wis­sen­schaft­ler ist, die „her­aus­for­dern­den Ein­sich­ten für die Geschichts– und Kul­tur­wis­sen­schaf­ten“, die im 19. Jahr­hun­dert von deutsch-jüdischen Auto­ren, dar­un­ter viele gelehrte Rab­bi­ner, for­mu­liert wur­den, wie­der all­ge­mein zugäng­lich zu machen.

Foto: Rheinische Post.

Foto: Rhei­ni­sche Post. Prof. Dr. Sieg­fried Jäger, Dr. Jobst Paul und Prof. Dr. Michael Bro­cke (v.l.) stell­ten ges­tern den ers­ten Band der bedeu­ten­den Publi­ka­ti­ons­reihe vor. rp-foto: a. probst

Den voll­stän­di­gen Arti­kel fin­den Sie hier:

Duis­burg: Deutsch-jüdische Auto­ren des 19. Jahr­hun­derts wie­der­ent­deckt (RP ONLINE, 29.01.2010)

Tagungsbericht DISS Colloquium 2009

DISS – Col­lo­quium 2009

Rechte Dis­kurspi­ra­te­rien

Stra­te­gien der Aneig­nung lin­ker Codes, Sym­bole, Aktionsformen

Ein Tagungs­be­richt von Jan-Henning Krom­minga und Mari­anne Heinze

Das 22. Col­lo­quium des Duis­bur­ger Insti­tuts für Sprach– und Sozi­al­for­schung (DISS) fand in Koope­ra­tion mit der Gesell­schaft für Poli­ti­sche Bil­dung e.V. vom 27.11. bis zum 29.11.2009 in der Aka­de­mie Fran­ken­warte in Würz­burg, statt. Die Tagungs­lei­tung hat­ten Hel­mut Kel­ler­s­hohn (Duis­burg) und Regina Wam­per (Aachen) inne.

Das Thema war die aktu­elle Stra­te­gie extrem Rech­ter, als links codierte Ästhe­ti­ken, Codes, Sym­bo­li­ken zu adap­tie­ren, ver­stärkt in Dis­kurse zu inter­ve­nie­ren, in denen poli­ti­sche Geg­nerinnen bis­her eine gewisse Deu­tungs­ho­heit behaup­ten kön­nen und sich poli­ti­sche Prak­ti­ken der Lin­ken anzu­eig­nen. ‚Tagungs­be­richt DISS Col­lo­quium 2009′ weiterlesen …