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1. Mai: PRO-Zirkus in Solingen

 
 

Autor: Mar­tin Dietzsch

Wir wer­den die letzte Wahl­kampf­wo­che mit einem Pau­ken­schlag in der Klin­gen­stadt Solin­gen eröff­nen.“ Die „zen­trale Wahl­kampf­kund­ge­bung von pro NRW“ sollte am 1. Mai in Solin­gen statt­fin­den und „die letzte und alles ent­schei­dende Woche des Land­tags­wahl­kamp­fes“ ein­läu­ten. Glaubt man den Ver­laut­ba­run­gen der Bewe­gung im Inter­net, schrei­tet sie von Erfolg zu Erfolg voran zum „Tag der Abrech­nung“, umju­belt von der begeis­ter­ten Bevölkerung.

Foto: 1.5.2010, Bus mit Aufschrift "Kreuzzug für das Abendland"

Mit einem „Keuz­zug für das Abend­land“ droht der Pro-Brinkmann-Bus. Für Juden und alle ande­ren Gott­lo­sen und Ket­zer hat diese Parole einen ganz beson­de­ren Klang. Im Heck­fens­ter: Rechts­ra­di­kale, die sich hin­ter einer Israel-Fahne verstecken.

Foto: 1.5.2010 PRO Solingen - Totale

Höhe­punkt des „ful­mi­nan­ten“ (M. Bei­sicht) Land­tags­wahl­kamp­fes. Die Poli­zei will 70 Teil­neh­mer gezählt haben, rea­lis­tisch wäre wohl eher die Zahl 40. PRO machte dar­aus beschei­den 150.

Foto: 1.5.2010 Solingen, Rouhs verteilt JF

Es ist genug für alle da! Der Vor­sit­zende von „Pro Deutsch­land“, Man­fred Rouhs (ex-JU, ex-JN/NPD, ex-REP, ex-DLVH), ver­teilt Frei­ex­em­plare der „Jun­gen Frei­heit“ an die Teilnehmer.


Foto: Solingen 1.5.2010

Patrik Brink­mann sitzt in sei­ner alber­nen Brinkmann-Jacke mit Brinkmann-Aufschrift auf einer Bank. Im Hin­ter­grund: Gegen­de­mons­tran­ten. Im Vor­der­grund: ein alter Bekann­ter, mal wie­der auf der Suche nach einem neuen Betätigungsfeld.

Pro NRW“ ist wahr­lich eine Rechts­par­tei Neuen Typs. Die gesamte Par­tei passt in einen ein­zi­gen Rei­se­bus. Und die Gegen­de­mons­tran­ten wer­den genial zer­mürbt durch geringe eigene Teil­neh­mer­zah­len. In einem Punkt hat die vir­tu­elle PRO-Erfolgsberichterstattung aller­dings Recht. Die Solin­ger Bevöl­ke­rung beglei­tete den Abzug der PRO­ler mit fröh­li­chem, spon­ta­nem Bei­fall. Aller­dings erklang dabei im Chor der Ruf „Auf Nimmer-Wiedersehen!“

Am 9. Mai wer­den wir sehen, ob der „rechts­po­pu­lis­ti­sche“ Dum­men­fang und der Appell an die nied­rigs­ten Instinkte Erfolg hat und die PRO-Schulden aus Steu­er­mit­teln begli­chen wer­den müssen.

Wei­tere Berichte aus Solin­gen fin­den Sie hier: Mit Deutsch­land­flagge und Wurst­stulle auf Kreuz­zug für das Abend­land und hier: Brau­nes Kurz­gast­spiel im bun­ten Solin­gen.

Brau­nes Kurz­gast­spiel im bun­ten Solingen

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